
Der vorliegende Honig ist als monofloral einzustufen und stammt aus Norddeutschland. Das Pollenspektrum ist typisch für einen Frühtrachthonig dieser geografischen Region und wird maßgeblich durch die Vergißmeinnichttracht geprägt.
Die Pollenanalyse basiert auf der Auszählung von 500 Pollenkörnern und umfasst insgesamt fünfzehn differenzierte Pollenarten. Der dominante Pollentyp ist Vergißmeinnicht aus der Familie der Boraginaceae mit einem Anteil von 70 Prozent. Diese hohe Konzentration prägt das Pollenbild entscheidend und spiegelt sich deutlich im sensorischen Befund wider. Der Honig zeigt ein charakteristisches Aroma nach Vergißmeinnicht mit einer typisch karamellligen Note, was auf einen Blütenhonig aus dieser Tracht hindeutet.
Unter den nachgewiesenen Einzelpollenarten, die zwischen 1 und 15 Prozent auftreten, sind die Edelkastanie aus der Familie der Fagaceae mit einem Anteil von 7 Prozent und die Linde aus der Familie der Malvaceae mit 5 Prozent hervorzuheben. Diese Pollentypen deuten auf eine Beitracht von Frühjahrs- und Sommertrachten hin, beeinflussen aber den Gesamtcharakter des Honigs nur untergeordnet. Weitere Pollenarten wie Narcissus, Haselnuss, Raps, Weißklee, Hortensie, Wegericharten, Kernobstarten, Brombeere, Bienenbaum, Weidenarten, Rosskastanie und Sommerflieder wurden identifiziert, ohne dass eine mengenmäßige Quantifizierung erfolgte. Die Pollen nektarloser Pflanzen liegen mit weniger als 1 / 100 Pollenkörnern auf einem minimalen Niveau, was auf eine gute Qualität der Nektarressourcen hindeutet.
Hinsichtlich der Honigzusammensetzung wurden kristalline Massen, Staubpartikel, Honigtaubestandteile, Sporen, Bienenhaar und Pflanzenfasern nachgewiesen, wobei die Honigtauelemente nur in geringem Umfang vorhanden sind. Der Hefegehalt liegt unter 100000 pro Milliliter, der Stärkegehalt unter 5 pro 100 Pollen, was auf eine sachgerechte Behandlung und Lagerung hindeutet.
Das Pollenspektrum mit seiner starken Prägung durch die Vergißmeinnichttracht ermöglicht eine Auslobung als Frühtrachthonig mit Vergißmeinnicht. Die sensorischen und physikalischen Merkmale bestätigen eindeutig die Sortencharakteristika dieses Honigs. Da sich in der Trachtgrundlage kaum Pollenquellen finden, die eine Kristallisation bedingen würden, wird dieser Honig flüssig bleiben und kann beziehungsweise sollte auch in dieser Konsistenz vermarktet werden. Dies ermöglicht eine längerfristige Lagerhaltung ohne Qualitätseinbußen durch Kristallisation.
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